[Mit freundlicher Genehmigung von klartext-magazin.]
Oliver Kalkofe drischt in seiner "Mattscheibe" auf das Fernsehen ein. Im Interview fordert er nun das Ende der GEZ.
Interview: Carsten Eberts und Martin Machowecz
Fotos: Thomas Klinger
Seit 15 Jahren ist Oliver Kalkofe, 43, mit seiner Sendung "Kalkofes Mattscheibe" erfolgreich. Für Klartext zeigt der Verwandlungskünstler, wie gelangweilt viele Deutsche vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen sind.
Herr Kalkofe, was ist so schlimm am gebührenfinanzierten Fernsehen?
Die GEZ ist ein ungerechtes und unlogisches Zwangsabgabesystem. Ich habe nichts gegen die öffentlich-rechtliche Idee. Aber gegen einen Apparat, der Leute bespitzelt und ausspioniert. Das System ist so kompliziert, dass fast jeder Fehler machen muss.´
Sagen Sie uns, wie es besser geht.

Das Berliner Stadtmagazin ZiTTY spricht mit dem Kalk über Horst, Fernsehen und Bühne und warum die Bühnen-Mattscheibe gerade besonders viel Spaß macht.: hier zu lesen.
SAT.1 Niedersachsen spannt den Bogen in einem kleinen Filmspecial ganz weit von den Anfängen im Radio bis zur aktuellen Tournee: Hier.
Im Onlinemagazin TV-Kult gibt's ein großes Kalk-Interview das den Bogen von Pannen bei der Show in Cloppenburg über den Gernsehclub, neue TV-Mattscheiben und den dritten "WiXXer"-Film bis hin zu "Die drei ???" spannt. Das Interview gibt's hier zu lesen. In einem anderen Artikel, einer Tourkritik, zeigt sich der TV-Kult-Rezensent schwer beeindruckt vom Kalk als Live-Performer: hier zu lesen.
Die Welt Online feiert Kalkofe hier als Weltmeister der Mediensatire in Höchstform und bescheinigt ihm Fernsehkritik auf höchstem Niveau live und in Farbe.
„GRÄFIN GESUCHT und Uri Geller bekommen mit Stil und brachialem Wortwitz ihr Fett weg. Ein hundertzwanzigprozentiger Brüller“ – „So richtig genial die Sau raus lassen – … “ [„Extra TiP“, Göttingen]
„Der Fernseh-‚Godfather of Mediensatire’ und Erfinder der ‚Mattscheibe’ hat am Freitag im Cottbuser Weltspiegel für ein ausverkauftes Haus gesorgt. Mit seinem neuen Soloprogramm sorgte er für stürmischen Beifall und viel Gelächter bei seinen Fans. Ob Finanzkrise, unsere Politiker, Uri Geller oder einfach nur der gesammelte Fernsehfrust, hier war für jeden etwas dabei. [„Lausitzer Rundschau“ und „Lausitz 20 Cent“]
„Im Hörsaal 1, wo sonst leise Professorenworte oder feine Streichquartette andächtig das Ohr passieren, entfesselte er wilde Furien des schlechten Geschmacks, die wie immer gnadenlos zur Strecke gebracht wurden. Unter frenetischem Jubel seiner Fans zeigte der ‚Kalkman’, dass er live mindestens so gut ist wie in seinen ausgefeilten Fernseh-Parodien oder den genial-brachialen Kolumnen.“ – „…der Großinquisitor aller TV-Sünde…“ [„Westfälische Nachrichten“]

[22.10.2008] Kalkiges Rauschen im Blätterwald: Kalk und Welk standen David Denk für die taz Rede und Antwort. Themen: Frühstyxradio, Mattscheibe, Kollegenschelte und der Qualität deutscher Comedy. Zum Deutschen Comedypreis, der gerade in Köln Mario Barth die vierte Auszeichnung in Folge beschert sagt Kalkofe: „[Der Comedypreis] ist wie Weihnachten bei den ‚Sopranos’: jeder weiß, was er kriegt. Entweder man gehört zur Familie und hat dem Paten den Ring geküsst oder man hat sowieso keine Chance.“ Im WamS-Gespräch mit Benjamin von Stuckrad-Barre nimmt Oliver Kalkofe am 19.10.08 unter anderem zur aktuellen TV-Qualitätsdiskussion Stellung; Er sagt, er wünsche sich auf keinen Fall das Traum-Programm von Marcel Reich-Ranicki: „für den ist ja 3sat schon Super-RTL“. [UPDATE] In der Rhein-Neckar-Zeitung eröffnet Kalkofe Rafael Bujotzek, dass er sich sogar neue TV-Perspektiven vorstellen könnte: „Ich könnte mir auch so etwas wie Latenight vorstellen […] weil ich gerne im Fernsehen wieder ein richtig böses Wochenrückblicks-Format hätte.“
taz: „Ich suche mir meine Opfer selber“ LESEN…
WamS: „Warum Kulturfernsehen das Allerschlimmste ist“ LESEN…
Rhein-Neckar-Zeitung: „Fernsehen macht doof“ LESEN… [PDF]

[29.09.2008] Seit Wochen argwöhnen Presse und Internet, Oliver Kalkofe habe versucht, unter dem Tarnnamen „Barbara Titzsch“ unerkannt in Nürnberg für die CSU zur Bezirkswahl anzutreten.
Sogar das Nachrichtenmagazin TITANIC forderte den Kalk am 25. September zum Outing auf: „Oft sehen Sie in den Mattscheiben-Verkleidungen ja täuschend echt aus. Aber dass Sie Bezirksrätin Barbara Titzsch von der CSU sind, das glaubt Ihnen doch kein Mensch! Jedenfalls nicht TITANIC.“ Im Kölner EXPRESS dementierte Tags drauf Frau Titzsch mit einem kecken: „Kalkofe ist mir vom Wegschalten bekannt.“
Tatsächlich bereitete sich der Kalk auf die Frühstyxradio-Minitour vor, während die real existierende Barbara Titzsch ihren Wahlkreis in Nürnberg-Ost mit satten 36,47% der abgegebenen Stimmen (also nur knapp sieben Prozentpunkten unter dem CSU-Landesergebnis) für sich gewinnen konnte.
Hossa!

[21.09.2008] smago!, laut Selbstaussage „Das Magazin für deutsche Musik“, zeigt sich bereits am 22.08.2008 angesichts der „Amigos“-Satire aus Kalkofes Mattscheibe optimistisch: „‘Gruftige Grabgesänge’, ‚ein Hauch von Verwesung auf CD’... Oliver Kalkofe zieht die Amigos ganz schön durch den Kakao: ‚Diese weinerlichen Wasserleichen sind gebündelte Selling-Power. Wer all die gruftigen Grabgesänge gekauft haben mag? Taube Außerirdische? Unter der Erde lebende Morlocks? Oder einfach all die Kunden, die keinen Bock mehr hatten, noch länger auf die nächste Rückkehr von Modern Talking zu warten?“ Die Amigos müssen sich jedoch nicht grämen, denn im Grunde genommen kann man es als Auszeichnung betrachten, von Kalkofe ‚vergackeiert’ zu werden. Insofern stellt diese – sprechen wir es jetzt ruhig einmal offen aus – ‚Verarsche’ ein echter Ritterschlag.“
Die Amigos-Satire: Teil 1 hier und Teil 2 hier. Und natürlich auf DVD.

Rheinischer Merkur, 11.09.2008: „Kalkofes Mattscheibe ist gut bezahlt, da will ich nicht klagen. Aber das bedeutet ein halbes Jahr Vollzeitarbeit, bei der ich das übelste TV-Programm der Welt ansehen und auswählen muss. Was das für psychische Schäden hinterlässt, kann eigentlich kein Mensch bezahlen. Dafür ist es dann wieder relativ wenig. Würde ich mich beim Promi-Schiffeversenken in ein Schlauchboot setzen und ins Wasser schubsen lassen, zwei Sätze sagen und einmal in die Kamera winken, würde ich mehr Geld verdienen. Das machen ja auch viele.“ ganzer Artikel
Einiges zur Kalk'schen Jugend in Peine gibts bei newsclick, 12.09.2008: „Ich bin mit zehn Jahren nach Peine gezogen und habe bis zum meinem Studium dort gelebt. Auch wenn ich mich schon häufiger auf ironische Weise etwas abwertend über Peine geäußert habe, war es eine sehr schöne Jugendzeit dort. Peine ist eine Stadt, die keine großen Extreme kennt, so wie ich es zurzeit in Berlin erlebe. Dafür ist Peine zu groß für eine Kleinstadt, aber zu klein für eine Großstadt.“ ganzer Artikel
Eigentlich ist das Fernsehen Oliver Kalkofes liebstes Kind. Aber vieles, was er da so sieht, gefällt ihm überhaupt nicht. TV-Kritik ist nicht nur seine Leidenschaft, sondern auch sein Beruf: In der Serie „Kalkofes Mattscheibe“, deren aktuelle Staffel am 1. September auf DVD erscheint, hält er Machern wie Zuschauern den Spiegel vor. Was ist sein Problem? Unser Redaktionsmitglied Gunnar A. Pier fragte nach…
Herr Kalkofe, Sie stellen dem deutschen Fernsehen ein miserables Zeugnis aus. Was sind die drei größten Probleme?
Kalkofe: (überlegt) Kein Mut, keine Ideen, kein Geld. Das erste ist das Schlimmste: kein Mut, etwas Neues zu versuchen, auch mal Fehler zu begehen. Kein Mut, etwas zu machen, was das Publikum überrascht. Kein Geld kommt dazu: Das Fernsehen wird nur noch getrieben vom Geld. Keine Ideen: Es will auch niemand welche haben.
Im Lokalteil der WESTFÄLISCHEN NACHRICHTEN vom 23.08.08 außerdem zu lesen: "Oliver Kalkofe - Münster war für mich New York".

Fragen über Fragen: Heute schon ’nen Hals gehabt? Spüren sie Altersmilde? Gehen die falschen Leute zum Fernsehen? Tut Ihr Job körperlich weh? Verspüren Sie die Schizophrenie des Hofnarren? Wird das Fernsehen am Ende stärker gewesen sein als Sie? Haben Sie Angst vor Kader Loth?
Diese und viele andere Fragen beantwortet Oliver Kalkofe im großen Interview der Juni-Ausgabe des Magazins NEON in 2008.
[12. April 2008] Eigentlich wollte er ja Vokabeln abfragen, aber letztlich hat er sich doch noch umentschieden: Kalkofe gibt eine Stunde Medienkritik im Fach Deutsch. Und er erzählt der 10. der Georg-Forster-Oberschule in Berlin, was seine Lieblingsserien sind, was sein geringster Marktanteil war und warum man auf keinen Fall einen GEZ-Fahnder in die Wohnung lassen sollte. Im Juniheft gibts dann die komplette Vertretungsstunde - schwarz auf weiß.
„ […] Es ist vor allem der Abend des Joachim ‚Blacky’ Fuchsberger. Dass alle 500 Gäste im Ballsaal spontan aufstehen und dem Schauspieler minutenlang applaudieren, liegt auch an Oliver Kalkofe. Der Satiriker (Kalkofes Mattscheibe) und vielseitige Darsteller hat Fuchsberger nach langem Werben (‚Ich habe ihm den schleimigsten Brief meines Lebens geschrieben’) für seinen Film Neues vom WiXXer gewonnen […]Ganzen Artikel lesen…
Videocast. Darin: Oliver Kalkofe nach seinem vieldiskutierten Redebeitrag im Interview. Zum Videocast…